Ein Europa ohne EU klingt unvorstellbar. Doch die Bedrohung scheint real. Im Weißen Haus sitzt ein Mann, für den die EU ein Gegner ist und den es mit Sanktionen in die Schranken zu weisen gilt.

Europas Feinde, sie beziehen auch im Inneren Stellung, hoffen auf mehr Macht im Europaparlament oder könnten mit Alleingängen, wie in Italien, die nächste Eurokrise heraufbeschwören. Politiker appellieren an die Einheit, doch Lösungen sind nicht in Sicht. Stattdessen brodeln weitere Krisenherde vor sich hin – und über allem schwebt die Frage: Ist die EU noch zu retten? Die Dokumentation “Die sieben größten Gefahren für die EU” fasst zusammen, woran die Europäische Union zu zerbrechen droht, und nimmt diese Gefahren genauer unter die Lupe.

Heute diene die EU vielen vor allem als Sündenbock, wenn es mal nicht gut läuft, meint Martin Schulz, langjähriger Präsident des Europaparlaments und nun SPD-Bundestagsabgeordneter. Neben Martin Schulz sind in der Dokumentation Entscheidungsträger wie Martin Selmayr zu sehen – als Generalsekretär einer der mächtigsten Männer in der Europäischen Kommission. Der Film lässt aber auch die Menschen zu Wort kommen, die mit ihrer Arbeit den ganz normalen EU-Betrieb am Laufen halten. Abseits der großen politischen Bühne begegnen sie täglich den Mächtigen Europas.

Nicht nur das Brüsseler Machtgefüge liegt im Fokus: “Wie zufrieden sind die Menschen, auf deren Leben die Entscheidungen aus ebenjenen Institutionen Auswirkungen haben?” Dieser Frage geht der Film unter anderem auf einem der größten Protestmärsche Londons seit 15 Jahren nach. Die 24-jährige Britin Madeleina Kay sieht sich durch den Brexit um ihre Zukunft betrogen – fühlt sich aber auch von den Entscheidungsträgern aus Brüssel im Stich gelassen.

Auf Lesbos sei die EU gescheitert, sagt der Schweizer Basil. Mit anderen Freiwilligen dokumentiert er die Rettung von Flüchtlingen im Ägäischen Meer. Der EU-Türkei-Deal hat seiner Meinung nach nichts verbessert.

(Quelle: ZDF)

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